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Blended Learning
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23 Millionen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bieten EU-weit 75 Millionen Arbeitsplätze an. Dies sind 2/3 aller Arbeitsplätze in der EU und 99% aller Unternehmen laut "Observatory of European SMEs". KMUs erhalten ihre Arbeitsplätze selbst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, was sie zu wichtigen Stabilisatoren der europäischen Volkswirtschaften macht. Die zunehmende Globalisierung und der zunehmende Wettbewerb, in Kombination mit sich verändernden juristischen Bedingungen, zwingen die KMUs, ihr Wissen permanent auszubauen, weit über ihre Kernkompetenzen hinaus (EU 2003).
Blended Learning, die Kombination von Online und Präsenzlernen, kann die positiven Aspekte beider Elemente, der Präsenz- sowie der virtuellen Lernumgebung nutzen (Bonk and Graham 2006). Dennoch ist die Akzeptanz dieser Lernmethode gering, obgleich sie den Bedürfnissen der KMUs entgegen kommt.
Eine Vielzahl unterschiedlicher Aspekte des Blended Learning wurden bereits in Forschungsvorhaben untersucht, meist mit Lernende aus dem universitären Umfeld. Ein offener Forschungsansatz erschien daher geeignet, zum einen um genug Raum zu lassen für aufkommende Themen und um allen Interessenvertretern die Möglichkeit der aktiven Teilnahme zu bieten, aber auch, um herauszufinden welche der bisherigen Forschungsthemen im Bereich Blended Learning tatsächlich im KMU-Umfeld auf Interesse stossen.
Daraus ergibt sich folgendes Forschungsthema:
“Was sind die wesentlichen Aspekte für erfolgreiches Blended Learning für Lernende in KMUs?”
Die nachfolgend aufgeführten "Top 10" zeigen, welche der Aspekte einen besonders hohen Stellenwert haben. Eine explorative Delphi-Studie ist keine quantitative Studie und liefert daher auch keine repräsentativen Ergebnisse. Aspekte die nicht aufgeführt werden sind daher nicht automatisch als unwichtig klassifiziert. Vielmehr bietet die Studie einen Überblick welche Themen wichtig genug sind, um von den Teilnehmern in der ersten Runde genannt zu werden und in den Folgerunden im Ranking nach Relevanz auf die Liste der zehn wichtigsten Aspekte zu gelangen.
Nachfolgend die "Top 10" für erfolgreiches Blended Learning für Lernende in KMUs aus dem Tourismusbereich und aus Grossunternehmen:
| Tourismus KMUs | Grossunternehmen |
|---|---|
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Im Gegensatz zu den Lernenden in IT KMUs wählten die Teilnehmer aus Tourimus KMUs den sozialen Austausch und Kontakt als wichtigen Bereich aus, während Design nicht ausgewählt wurde.
Die Teilnehmer aus Grossunternehmen wählten deutlich unterschiedliche Bereiche im Vergleich zu den Teilnehmern aus IT KMUs. Die Bereiche Design und sozialer Austausch und Kontakt wurden besonders deutlich hervorgehoben, während Kostenbewusstsein in der abschliessenden Runde nicht ausgewählt wurde. Fachbezogenes Lernen und Qualitätssicherung fanden nur am Rande Berücksichtigung.
Ein solider Ansatz für Blended Learning in KMUs sollte die ausgewählten “Top 10” Aspekte und die skizzierten Bereiche berücksichtigen, in Kombination mit den Ergebnissen der Fallstudie. Die Fallstudie zeigt die besondere Bedeutung der Tutoren oder Trainer auf. Alle Interviewteilnehmer wiesen hin auf die Wichtigkeit des "personal touch" für erfolgreiches Blended Learning.
Empfehlungen für Provider und Trainer
Die Ergebnisse deuten Präferenzen der Lerneneden in KMUs an. Provider können diese Aspekte in der Produktentwicklung berücksichtigen. Lernerinteraktion wurde in die "TOP 10" der Provider gewählt, während die Teilnehmer aus KMUs diesen Aspekt nicht auswählten und stattdessen Durchführbarkeit und Individualität präferierten. Dies weisst daraufhin, dass Provider Durchführbarkeit und Individualität als Anforderungen für ihre Entwicklung aufnehmen sollten, kombiniert mit Features die Lernerinteraktion unterstützen.
Trainer dagegen legten einen Schwerpunkt auf designbezogene Aspekte, was aber von den Teilnehmern aus den KMUs nicht gewählt wurde. Betreuung und selbstgesteuertes Lernen dagegen sind für die Lernenden sehr viel wichtiger. Dies wird auch bestätigt durch die Ergebnisse der Fallstudie in Bezug auf die Rolle der Trainer. Im Zweifelsfalle sollte den KMU-Anforderungen der Vorzug gegeben werden.
Empfehlungen für KMUs
Die Ergebnisse zeigen, dass die an Blended Learning interessierten Provider und Trainer einen deutlich anderen Blickwinkel auf das Thema haben. Hier besteht eine Möglichkeit für KMUs, einen Interessenaustausch mit Providern, Trainern zu beginnen, um deren Blickwinkel auf das Thema zu verändern. Dies ist nicht unbedingt eine Möglichkeit für einzelne Unternehmen. Allerdings sind die meisten Unternehmen Mitglied einer der im Anhang aufgeführten oder ähnlichen Organisationen und sie können auf diesem Wege ihre Vorstellungen kommunizieren.
Eine weitere Option ist Offenheit gegenüber neuen Lerntechnologien. Zahlreiche Anwendungen, die beispielsweise Individualität sozialer Interaktion oder Erreichbarkeit durch zeitliche Flexibilität ermöglichen, basieren auf neuen Technologien, häufig Web 2.0-basierend. Bereitschaft, diese Technlogien zu nutzen ist eine unkomplizierte Möglichkeit, die abweichenden Einstellungen von Trainern und Providern einerseits und KMUs andererseits näher zu bringen.
Thesis
A Good Mix in Blended Learning
For Small and Medium-sized Enterprises
In Particular from the IT and Tourism Industry
Thesis (EN)
Thesis Executive Summary (EN)
Thesis Abstract (EN)
Related Papers (EN)
Thesis Appendices (EN)
| National College of Ireland School of Informatics Sabine Moebs, MSc by Research |
This study is partially funded by: | ![]() |
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